Ipod-Hersteller Apple hat sieben Firmen am Bezirksgericht von San Francisco verklagt, weil sie Patent- und Markenschutzrechte verletzt haben sollen. Die Unternehmen hätten elektronisches Zubehör, wie Kopfhörer, Lautsprecher und Ladegeräte für Ipod- und andere Apple-Computer verkauft, die nicht von Apple für diese Geräte autorisiert wurden.

Viele Unternehmen möchten Umsätze mit den sehr gefragten Zubehörteilen für Geräte von Apple erzielen. Die Tatsache an sich verleitet Apple auch nicht zu einer Klage, sondern der Vertrieb nichtlizensierter Produkte für verschiedene Geräte wie iPod, iPad oder iPhone. Und für den Vertrieb dieser Produkte braucht man eine Lizenz. Mit dem so genannten "MFi licensing program" können sich die Firmen das Recht erwerben Zubehör für Apple-Geräte zu vertreiben und somit die große Nachfrage an Zubehörteilen wie Taschen, Halter etc. bedienen. Neben Detailzeichnungen der Geräte wird ein "Made for…" mit dem bekannten Icons auf die einzelnen Produkte und Verpackungen geklebt und schon bleibt den Unternehmen größerer Ärger ersparrt. Mit den “Made for iPod”, “Made for iPad” und “Made for iPhone” kann außerdem die Exklusivität und die Qualität der Apple-Zubehörteile gewährt bleiben. Da Apple daran selbst nichts verdienen kann, sind dem Unternehmen die Firmen ein Dorn im Auge. Man geht davon aus, dass Apple 20 bis 25 Prozent von jedem lizenzierten Zubehörprodukt erhält. Die Klage begründet Apple jedoch damit, dass die schlechte Qualität des Zubehörs Apple-Geräte beschädigen würde. Apple möchte nicht die Schuld zugeschíeben bekommen, wenn schlechtes Zubehör zu technischen Problemen führt.

Klagen aus dem letzten Jahr hat Apple schon gewonnen und hat jetzt sieben weitere Klagen eingereicht. Außerdem sollen noch weitere Firmen Klagen von Apple erwarten können. Über zehn Patente sowie Trademarks seien verletzt worden. Weitere Informationen sind allerdings noch nicht bekannt geworden.